Aus den Statuten der Katholischen
Integrierten Gemeinde

kirchlich approbiert im Oktober 1978

§ 2 Zweck

Die Integrierte Gemeinde versucht, in einer der Kirche entfremdeten Welt das Evangelium in einer solchen Gestalt präsent zu machen, dass auch Fernstehende wieder einen Zugang zum Glauben der katholischen Kirche finden können. Die Mitte ihres Lebens soll es sein, den Glauben an die Anwesenheit und Wirksamkeit Gottes in der Geschichte mit uns Menschen, die in Jesus Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn, ihren Höhepunkt findet, wach und lebendig zu halten.

§ 4 Lebensform

(1) Die Mitglieder der Integrierten Gemeinde leben in vita communis, und zwar in der Form der Integration. Sie verknüpfen in allen Bereichen ihr Leben auf vielfältige Weise miteinander: Sie wohnen gemeinsam in Integrationshäusern und ergreifen gemeinsame Initiativen auf dem Gebiet der handwerklichen und künstlerischen Gestaltung, der Wirtschaft, der Medizin und Pädagogik.
(2) Die Lebensform der Integration soll ihnen auch den Menschen mit Familie und Beruf ermöglichen, den Verkündigungsauftrag Jesu intensiver wahrzunehmen und so die Nachfolge Jesu unter den Bedingungen der säkularen Welt zu leben. Durch diese Lebensform soll eine neue Familie entstehen.
(3) Integration als theologischer Begriff genommen, soll verstanden werden auf dem Hintergrund des neutestamentlichen Bildes von den Gliedern an dem einen Leib, dessen Haupt Christus ist.




aus: Lexikon für Theologie und Kirche, 1996

Katholische Integrierte Gemeinde (KIG), apost. Gemeinschaft v. Laien und Priestern, verbreitet (1994) in 7 Diöz. (3 Kontinenten); seit 1982 auch Priestergemeinschaft. Die Anfänge reichen in das Jahr 1945 zurück (Gott schafft Neues, als Antwort auf den Holocaust), mit Wurzeln in der kath. Jugendbewegung; Initiatoren waren Traudl u. Herbert Wallbrecher; Bez.IG. seit 1968
(mit Vor-Gesch. in München [u. Hagen i.W.]), 1978 kirchlich approbiert u. 1985 err. als öff. Verein gemäß c. 301 CIC. Grundidee u. Zielsetzung: Theol. des Volkes Gottes; Zusammenführung v. apost. Leben u. apost. Amt; vita communis v. Familien u. Ledigen; Bemühung um Glaube u. Form (in Medizin, Erziehung, Gestaltung, Wirtschaft) sowie um Überwindung der Spaltungen seit dem Urschisma zw. Israel u. Kirche.

Zss.: Die IG. M 1969-76; HEUTE pro ecclesia viva.
Bad Tölz 1994 ff.


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